strom.

jake fairley bei strom. am 10.11.06

 

Freitag 10.11.06, Waagenbau
Max-Brauer-Allee 204, Hamburg

Jake Fairley -live-! (Dumb-Unit / Sender / Kanada )
Sven Wegner ( KlangGut Rec. / strom. )
Lars Jebe ( strom. / Kuenstleramt )
Jestics ( Flying Frontiers / strom. )
Tom Trevor ( Groovekomitee / strom. )

Visualisierung: Tranceanimation

up-points_jake_fairley.jpg

Hoher Besuch aus dem fernen Toronto ist am 10.11.06 bei der strom.- Crew im Waagenbau zu Gast. Ende der 90er Jahre veröffentlichte der aus der Punkrock-Ecke kommende Kanadier Jake Fairley auf Dumb-Unit seine ersten Tracks, ehe er im darauffolgenden Jahr mit seinem Debutalbum „Crisis“ zur Berliner Sender-Records-Familie hinzustiess. Voluminös anschiebende Basslines und betont schlicht gehaltene Melodien, die mit allerlei Verzerr- und Störgeräuschen angereichert sind, etabliert Jake Fairley mit seinen weiteren Sender-Releases als sein ganz persönliches Markenzeichen. Wie so manch anderer kanadische Produzent auch, wohnt er seit 2004 in Berlin und für ihn war die Zeit reif für trockenen Rock’n'Roll-Techno, was Jake mit seinem letzten Albums “Touch Not The Cat” (Dumb-Unit) eindrucksvoll bewies, selbst Gesangseinlagen waren kein Tabu mehr. Neben dem Liveauftritt von Jake Fairley werden Sven Wegner (KlangGut Rec. / strom.) und strom.- Macher Lars Jebe nicht minder Rocken, dazu auf dem zweiten Floor: Laya Lopass und Tom Trevor.Jake Fairley:

Im Herzen ist der 1977 in Toronto geborene Jacob Fairley dem Punk immer treu geblieben. Punk und Independent sind die Musikstile, mit denen er im Stadtteil Parkdale aufwächst. Punk und Indie hören auch seine Freunde, mit denen er um die Häuser zieht. The Stooges, T.Rex oder Misfits heißen die Helden seiner Jugend. Diesen Wurzeln hält er auch die Treue, nachdem er längst Synthesizer, Sampler und Groove-Box als Instrumente für sich entdeckt hat. Seine ersten Experimente mit elektronischer Musik reichen zurück bis ins Jahr 1995. Aus Neugierde und zum Zeitvertreib beginnt Fairley, die Möglichkeiten künstlicher Klangerzeugung auszuloten und probiert sich in den unterschiedlichsten Genres aus. Von gebrochenen Drum’n'Bass-Rhythmen über unterkühlten Electro bis hin zu straighten Techno-Grooves, die ihn irgendwann um das Jahr 1998 schließlich elektrisieren und nicht mehr loslassen. Im Jahr darauf schnappt sich Fairley sein Equipment und tritt mit seinen Tracks in den Bars seiner Heimatstadt auf. An einem jener Abende, als er vor zehn mehr oder minder betrunkenen Kneipengängern ein Liveset zum Besten gibt, lernt er Jeremy P. Caulfield kennen. Die beiden freunden sich bei einem Bier an, und so ist Jake Fairley kurz darauf der erste Act, den Caulfield auf seinem Label Dumb-Unit veröffentlicht. Dort ist Fairley in der Folge ein gerne gesehener Gast. Mal tritt er unter seinem bürgerlichen Namen auf, dann wiederum schlüpft er in sein Alter Ego Jard Fireburg, oder er arbeitet mit seinem ehemaligen WG-Genossen Ian Worang zusammen als The Uncut an der Fusion von rockenden Grooves und elektronischen Rhythmen, wie auf der 2002er EP “Understanding The New Violence”.
Im selben Jahr debütiert Fairley mit “Crisis” über Albumlänge auf dem Berliner Label Sender, wo er zuvor schon mit seiner Maxi “CN Tower” mächtig aufhorchen ließ. Voluminös anschiebende Basslines und betont schlicht gehaltene Melodien, die mit allerlei Verzerr- und Störgeräuschen angereichert sind, etabliert Jake Fairley mit seinen Sender-Releases als ganz persönliches Markenzeichen. Gleichzeitig zeigt es sich auf dem Kölner Imprint Traum Schallplatten unter dem Alias Fairmont von seiner ruhigen und verträumten Seite. Wie so manch anderer kanadische Produzent auch, wohnt Fairley 2004 in Berlin. Jetzt ist die Zeit reif für trockenen Rock’n'Roll-Techno. Alter Ego lassen es im selben Jahr mit ihrem Album “Transphormer” kräftig krachen, und auch Jake Fairley treibt einem mit den Tracks seines Albums “Touch Not The Cat” dicke Schweißperlen auf die Stirn. Das technoide Flair früherer Releases tritt etwas in den Hintergrund, dafür darf dreckig gerockt werden. Selbst Gesangseinlagen sind kein Tabu mehr.



3 Kommentare zu 'jake fairley bei strom. am 10.11.06' (neue zuerst)

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  1. Nicole kommentierte am 14.11.2006 um 12:56 Uhr

    Danke für den schönen Abend!
    Jake Fairley war echt ein Erlebnis!

    …nirgends gibt es so nette Leute wie bei euch…

    Nicolsche

  2. sven kommentierte am 14.11.2006 um 07:29 Uhr

    war ein super gelungener abend, hingen zuerst die ganze zeit auf dem zweiten floor, jestics und tom trevor spielten ihren grooooooovy shit und auf einmal noch ein MC unter uns, wow besser ging es nicht, was sollte da noch kommen? na die erste röhre, brechenvoll und gute laune bis oben hin *peng ich fall um*

  3. tanzbär kommentierte am 13.11.2006 um 09:43 Uhr

    geile party gewesen!

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